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Mittwoch, 20. Januar 2010
Klimawandel im Klimawandel
was ich sage seit langem: diese ganzen deutsch-europäischen Horror-Szenarien bei allen Themen, mit denen man auf die Kacke hauen kann und ins Fernsehen kommt und Demos abhalten kann und bärtige hagere Soziologiestudenten die Angebete von den Ökotrophologen 'rumkriegen und vor allem reichlichst Gelder fließen, mal in die Richtung derer, die das Thema inszenieren, mal zu denen, die es bearbeiten, später zu denen, die es aus der Welt schaffen; in the meantime rülpst die Natur einmal und zehntausend Jahre sind vergangen, es gibt immer noch Eis und Wälder oder vielleicht ist an der Stelle, wo heute Münster liegt, ein Palmenstrand oder es gibt was ganz Neues und das überall.
Und die Propheten des Unterganges sind untergegangen, wie es üblich ist, die Butteresser nicht an der Atherosklerose, die Margarine-Päpste trotzdem, die Jogger durch Herzinfarkt, die Adipösen an Altersschwäche. Zehntausend Arten sind ausgestorben, wie zu allen Zeiten, zehn neue sind aus dem Urschleim des Wandels, aus der Suppe des Ozonloches, des Treibhauses, aus den verseuchten Weltmeeren herausgemendelt worden. Mit jeder Entdeckung gravierender Fehler in all diesen weltumspannend hochgejubelten Untergangsszenarien verschwindet ein Stück Vertrauen, ein Stück Engagement, ein Stück Tatkraft. Und wenn ich dann diese bescheuerten Rot-Gelb-Grün-Schildchen an meiner Strasse sehe, in denen mittels kleiner, bunter Plaketten den Schadstoffen befohlen wird, draussen zu bleiben, kann ich nicht mehr lachen; ich fahre einen Diesel mit gelber Plakette, die Aufrüstung mit einem Diesel-Kat würde das Ding zu einem wahren Monoxid-Monster machen, aber ich würde das auch noch vom Staat bezahlt kriegen und dürfte sogar wieder - was mir so seit Januar untersagt ist - in Berlin in die Innenstadt.
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