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Montag, 11. Januar 2010
"Ssänk juh foor träwweling wiss ass"
die DB, die Inkarnation rotbemützter Unfähigkeit, einen Eisenbahnwagen voll friedlicher Menschen von A nach B fahren zu lassen, ohne jedes Malheur anzurichten, das denkbar ist.
Inzwischen mit Bahncard 25 fünf Fahrten gemacht, davon drei nicht ohne Mängel; Topscore am Wochenende mit Verspätungen von insgesamt 175 Minuten auf einer Fahrt von 300km zwischen NRW und Niedersachsen, sinnlos unnötiges Herumstehen auf eiskalten Bahnhöfen, auf denen man festgehalten wurde durch im 5-Minuten-Takt verlängerte Mitteillungen über Verspätungen, ranzig-pampiges Ossi-Personal (die wahrscheinlich immer noch denken, sie wären DDR-Oberkellner in der Magdeburger Börde und könnten Transit-Wessis die Soljanka auf den Tisch kippen), Zugausfälle durch geplatzte und zertrümmert in den Fahrgastraum geschleuderte Zugfensterscheiben, Luftverluste in Druckbremsen und dergleichen Unsäglichkeiten, die wenig bis nix mit dem Scheißwetter zu tun haben, ne Menge aber mit mangelhafter Wartung und billigender Inkaufnahme verletzter und vergrätzter Passagiere, die sich gut überlegen werden, diesen Haufen Exbeamter mit Summen zu finanzieren, für die ich - bei überraschend freier Autobahn - drei Mal die Strecke im vorausschauend gut gerüsteten Audi absolviert hätte. Nein, es gibt keinen Ersatzzug, nein, es gibt kein Ersatzpersonal, so etwas gibt es überhaupt nicht mehr im Programm der DB, werde ich beschieden - ihr unvorbereiteten und bornierten Typen müsstet mal auch nur eine halbe Stunde in der Notambulanz eines Akutkrankenhauses warten müssen, sagen wir mal: mit einem geplatzten Lippen-Herpesbläschen, da weiß ich jetzt schon, welche Töne gespuckt würden. Da wäre schneller die Rechtschutzversicherung aktiviert, als der ausgebeutete Assistenzarzt vom B-Dienst die Hose zu hätte. NB: die Bedienung kleinerer Teilstsrecken durch privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen (Metronom) verlief wieder sauber, pünktlich und ohne Belästigungen durch schwer alkoholisierte und offenkundig durch zu langen Verbleib in einer Klippschule eines linken Bundeslandes der Inklusion entkommene Werder-Fans (übrigens eine Gruppe von Sportkameraden, die ich grundsätzlich, vorbeugend und lebenslang zur Zwangsausnüchterung einsammeln würde) - ja, unschönes Wochenende gehabt, ja, am Gefühl leidend, mangels alternativ zu nutzender Konkurrenz auf die müffelnden Spassvögel der Bahn mit neckischem Halstuch und Entwicklungsresistenz angewiesen zu sein, deren leitendes Personal, wie die politische Ebene, die aus den Rudimenten der ganzen mit Steuergeld aufgebauten Notwendigkeiten Post und Bahn und Telekommunikation einen Haufen Mist komponiert hat, inzwischen mit Chauffeur im Dienstmercedes an uns Melkkühen vorbeirauscht. Um solche Flachpfeifen zu sehen, könnte ich für weniger Geld DSDS anschauen oder einen Entertainer vom Wetterdienst, der mit inflationär gestreuten Horrorprognosen aus jeder Schneeflocke die grandiose Kulisse für müde 16jährige Schneeschüpper von der freiwilligen Feuerwehr macht. Das Ausfüllen der Formulare zur Beantragung der fälligen Rückerstattung des Fahrpreises - schreiben Sie bitte leserlich! und dergleichen Befehlston - erfordert mehr Zeit und kryptisches Denkvermögen, als die zu erwartende Summe Geldes kompensieren dürfte. Trotzdem wird das gemacht und auf den Weg gebracht und notfalls um jeden Cent lamentiert, denn euch muss man da packen, wo es schmerzt - am Geldbeutel. Und noch was, Leute: ausgerechnet an einem solchen Tag eine adipöse Klemmbrett-Tante zum Zwecke einer "Kundenzufriedenheitsbefragung" loszuschicken, könnte man als Zynismus einstufen; ich habe den Mut (oder war es ein latenter Todeswunsch?) dieser Frau bewundert, zwanzig in einem ungeheizten Abteil kauernde Verlorene anzusprechen, in deren Augen die Lust auf Mord und Totschlag stand und hier und da wohl auch die überschaubare Menge alkoholhaltiger Kaltgetränke auf Hopfen-Malz-Basis, die man sich als Normalverdiener in einem Bordrestaurant der DB leisten kann.
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si tacuisses, philosophus mansisses STATUS MENÜ SUCHE KALENDER ARCHIV
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