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Donnerstag, 12. März 2009
CounterStrike
mühselige Versuche, n-tv zu imitieren, breaking-news-Atmosphäre im Beamtenfernsehen, öffentlich-rechtliche Psychologen, hektisch gerötetes Protestieren des jungen PC-Spiele-Reporters, der vor allem jetzt keine Übergriffe auf gewaltdarstellende Computerspiele sehen möchte.
Ach ja. Die Frage, ob derartige "Spiele" persönlichkeitsgestörte Leute zum Bösen führen, also gefährlich sind, ist doch schon der falsche Ansatz - wäre die Frage nicht berechtigter, in welcher Hinsicht und wem derartige "Spiele" nutzen? Was Gesundes die fördern? Und, dass man lieber verschwinden lassen sollte, was schräg ist, was feindlich ist, was tumb ist? Unglaublich pathetische Schubladensätze aus Politikermund, manchmal wäre es besser, einfach den Mund zu halten. Die Erklärungsversuche, die aktuell immer wieder von einer "Persönlichkeitsstörung" munkeln, man hat ja sonst nur die unverschlossenen 16 Knarren und die 100er Packungen Munition, die da offenbar im Haus herumliegen. Wenn jeder Junge aus reichem Haus, der, berechtigt oder nicht, über Einsamkeit und Mobbing zu klagen hat, irgendwann zur Pistole greift, dann dürfte es bald an noch mehr Schulen Probleme geben. Der beste Vorschlag, den ich gehört habe: ein Psychologe, ein Psychotherapeut, an jede Schule! Und bitte die Großbetriebe nicht vergessen! Die Menschen leiden nicht mehr an Masern, Krätze und Arthrose, es sind Psychosomatosen, Burn-Out-Syndrom und Depression führend in den Statistiken geworden; der Krebs der Seele. Ich denke oft, die Grundkrankheit dieser Gesellschaft ist die narzisstische Störung, unheilbar, aber mitteilbar. Alles andere ist die Oberhaut der Zwiebel, der Deckel auf dem Topf.
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