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Montag, 13. Februar 2012
30 Jahre hat das Ding gehalten, nun greift nichts mehr ineinander: der Dosenöffner gibt just in dem Moment endgültig den Geist auf, als das in der Pfanne befindliche Hackfleisch nach Dosentomaten schreit; sowas passiert immer, wenn einem nach vier Stunden Wanderung der Magen in den Kniekehlen hängt und es dunkel ist und es Wochenende ist und man tausend neue tolle Dosenöffner im Internet bestaunen, aber keinen rasch erwerben kann.
[später: den Dosenöffner WMF Profi Plus gekauft, haptisch schwer und wertig] Sonntagnachmittag feuchten Fleck entdeckt, unten an einer deckenständigen Rohrverkleidung, also beginnt nun wieder die Odyssee von Aufschlagen, Defektsuche, möglicherweise Ausdehnung des Aufschlagens in die Wohnungen, alles natürlich unter Ablassen des in den Rohren befindlichen Warmwassers mit nachfolgender Stilllegung der Heizung; ich habe keine Kraft mehr, mich über die ganze Scheisse aufzuregen, Umzug ist auch keine Lösung, weil einige Vorteile weg wären und ich garantiert vom Regen in die Traufe kommt. [später: Rohr freigelegt und mittels einer Art Manschette punktuell abgedichtet; Hauptsache, Heizung und Warmwasser sind noch da] Damit spätere Generationen das hier mal nachlesen können: der Liter Diesel kostet heute früh über 156 europäische Cents, ein Rekord, der uns allen zeigen soll, dass es wichtig ist, zu sparen, wo es geht; unser GröBuZ (Größter Bundespräsdident aller Zeiten) zeigt uns, wie das geht (junge Frauen heiraten, die weniger essen, Urlaub kostenfrei bei Freunden machen, gesellschaftliches Gedöns nur auf Kosten des Hauses, wärmendes Lächeln praktizieren und zwielichtigen Zeitgenossen gefällig sein). [später: im SPON den Ausdruck "Kleingeld-Christian" entdeckt; mehr muss nicht]
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