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Dienstag, 2. November 2010
gekauft: tizi von Equinux, DVB-T für's iPhone, faszinierend und niedlich und mit einem Superbild auf dem Retina-Display; Office 2011 Mac, das einzige Programmpaket von Microsoft, das Geld wert ist; BBEDit 9, Zeldmans Empfehlung unter den HTML-Editoren und mir bekannt, seit ich einen Mac einschalten kann.
Montag, 1. November 2010
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Donnerstag, 28. Oktober 2010
Arbeit und Struktur (via ruhepuls), begnadet gut.
Sonntag, 24. Oktober 2010
Samstag, 23. Oktober 2010
rechts seitlich, 'reinrasiert, damit die geklebte Elektrode das aushält, was später in den Berichten auftaucht als "bewegungsunruhiger Patient"; es sollte doch nur eine ganz normale Koloskopie werden.
Ich kann nichts dagegen machen, wenn sich all der Frust und all die Angst vor Teufel, Tod und Schmerz den Weg in die Muskeln bahnen, durch den kurzen und künstlichen Schlaf, der mir gegönnt wird, während drei Menschen (die ich nie zuvor gesehen habe und die von mir auch nur das in einer weiten, blauen Papierhose steckende Hinterteil erinnern werden, in das sie ihre Endoskope führen) mich stöhnendes Bündel hin und her drehen, bis endlich sogar der Übergang zwischen Dickdarm und Dünndarm groß und hell und rosig auf dem Farbmonitor pulsiert und flinke Zangen die beiden knospenden Polypen abtragen, die ein Adenom sein und irgendwo und irgendwie und irgendwann zum bösartigen Tumor werden können. Dann innerhalb weniger Stunden die Schmerzen im aufgeblasenen Leib, die notfallmäßige Suche mittels CT nach freier Luft im Bauchraum, die eine Perforation des Darmes anzeigen würde, gottseidank ist es das nicht, aber so wird die Entzündung, diskret und trotzdem nicht ungefährlich, gesehen und ich liege nicht mehr im Aufwachraum, sondern flach und stationär und an der Infusion potenter Antibiotika, die ziemlich rasch ihre Aufgabe verrichten und den bereits angedachten chirurgischen Eingriff in den Hintergrund treten lassen. Die alte Regel, dass man rasch im Krankenhaus ist, aber es dauern kann, bis man wieder 'rauskommt, bewahrheitet sich, die Erfahrung, dass man mit einer Fragestellung herein geht und mit drei neuen Diagnosen heraus kommt, auch: über Nacht steigt der Blutdruck in ungute Höhen, über Nacht werde ich zum Fall für das Schlaflabor; viel kommt nicht dabei heraus, aber es reicht für neue Sorgen. Es gibt kein "gesund" oder "krank" mehr, es gibt nur noch Personen, die nicht lange genug untersucht worden sind. Es scheint mir, egal worum es geht, immer nur drei bis vier Stadien zu geben, mit aufsteigender pathologischer Wertigkeit, und ich bin immer Stadium 1 - und das ist ein Grund, dankbar zu sein. Es ist sehr schwer, mit aufrecht stehenden, strahlenden, dynamischen Ärzten zu diskutieren, wenn man flach liegend und mit einem Schlafanzug bekleidet ist; ich kenne das aus beiden Perspektiven. Gestern aus dem Krankenhaus entlassen. In ambulante Weiterbehandlung. Mit dem freundlichen Lächeln kundiger Leute, die irgendwie sicher scheinen, dass man sich wieder sieht.
Samstag, 9. Oktober 2010
DAS nenne ich Forbildung!
Die Tagungsstätte:
Unsere Getränke:
Resumee: ![]()
Dienstag, 5. Oktober 2010
on my way; in den nächsten Tagen werde ich in Ulm, um Ulm und um Ulm herum alles unsicher machen, Wein, Weib und Gesang sind angesagt, ein zwangloses Treffen vieler Kollegen, die sich gegenseitig all die Tricks und Kniffe verraten werden, die zum Bestehen eines Berufsalltages zwischen allen Stühlen nötig sind; möglicherweise geht man auch mal zum Kongress, je nachdem, ob das Wetter eher dazu einlädt oder zum Ansitz auf schattigen Plätzen.
Jedenfalls: bis die Tage; die Tage, die hier so ganz über Nacht grauer geworden sind, voll gelbem Laub und Windrauschen, das Rumpeln der Winterreifen ist schon wieder zu hören, die Leute sind sauer, weil der Sommer so heftig, aber vor allem so kurz war, Herbst ist, es regnet wieder. Was dann kommt, kenne ich: Grippeimpfung (ich darf wieder einige Nachmittage lang eine Impfstrasse bedienen und zusammensinkende Jungfrauen "reanimieren"), grippale Infekte, durchgeknallte Glühlampen, überlastete und konsekutiv defekte Elektrogeräte (jedes Jahr neu die Frage, ob es einen Fernseher oder die Stereoanlage erwischt), Luftblasen in den Heizungsrohren, aufgeschlagene Wände, feuchtes Schniefen. Noch ein paar Tage Sonne zuvor wären schön.
"Schau' mal", sagt der Mann zu seiner Ehefrau, "in der VHS bieten sie heute einen kostenlosen Intelligenztest an! Da geh' ich hin!"
"Bist Du sicher", fragt die Frau, "dass Du Dir den ganzen Tag versauen willst?"
Donnerstag, 30. September 2010
ganz nebenbei habe ich den Film "A Single Man" gesehen; ruhig und sanft und traurig, ein konzentrierter Film, den ich nur empfehlen kann.
das ist SEHR fein: AirPort Express gekauft, mit Strom versorgt und per Cinch-auf-Audio-Kabel mit dem NAD-Verstärker (AUX) verbunden, mit AirPort-Dienstprogramm als Client ins bestehende WLAN integriert, "Remote" aus dem App-Store auf's iPhone geladen, iTunes auf dem MacBook gestartet ... und nun höre ich, per iPhone gesteuert, meine Musik über vier Boxen der Stereoanlage neben meinem Arbeitszimmer, entweder parallel zu oder separat von den Boxen im MacBook.
Installation: nix; settings gesetzt in 5 min - so kann ich arbeiten. Mit dem kommenden iOS 4.2 soll das dann auch auf direktem Weg vom iPhone in den AirPort Express Client gehen.
Sätze, um die ich andere beneide:
Das Leben ist ein Irrenhaus, bloß nimmt keiner seine Medikamente...
"Deine Extrovertiertheit ist der Exhibitionismus deiner Introvertiertheit"
"Nein (auch eines seiner Lieblingsworte), laß' mich erzählen.
Ich kenne ihn lange und weiß, wie er fotografiert. Du kennst seine Bilder: sehr scharf oder grobes Korn, immer schwarz-weiß, keine Zwischentöne, Grau mag er nicht. Hochglanz; die Negative werden bald vernichtet - nur keine Neuauflagen! Er benutzt eine Autofocus-Kamera, alles geht automatisch: zielen, scharfstellen, abdrücken, ein neues Bild. Ein neues Bild? Die Optik: er mag "Kopfschüsse" , Portraits - lieber ein Tele, lieber einen Ausschnitt, nur keine weiten Winkel, nie eine normale Brennweite - zu langweilig. Zoomt sich seinen Ausschnitt 'raus, spätestens dann auf dem Abzug - Ausschnitte, wie er sie sieht. Menschengesichter, Frauengesichter, wie er sie sehen will. Nein, keine Farbe, nichts "Buntes" - eben nur schwarz-weiße Gesichter, die etwas zeigen, was er sehen kann. Sieh' sie Dir an, nach einiger Zeit; wie sie sich verändert haben. Objektive Fotografie? Ich glaube, er weiß, daß es die nicht gibt; er hat seinen Ausschnitt. Vielleicht nimmt er mal ein Weitwinkel, vielleicht schaltet er die Automatiken ab, vielleicht arbeitet er dann langsamer. Vielleicht merkt er, daß er die Kamera ist, der Film in seinem Kopf. Vielleicht werden die Bilder farbiger. Vielleicht kriegt er wenigstens ein paar Zwischentöne in die Bilder. Gefällt Dir die Ausstellung? Zu kalt? Zu glänzend? Traurig? Subjektiv! Er fotografiert immer wieder, was er schon kennt - aber professionell." (12/92)
ausharren / aushalten
mittragen / ertragen drucklos bedrückt, freibleibend fordern Gebundene entfesseln sich Befreiende binden faire Werbung, Vorstellung statt Manipulation ein Gegenüber gewinnen, sich selbst nicht verlieren "liebe Dich selbst, wie Deine Nächste" furchtlose Angst auf komplizierte Art simpel geschützt offen für alles anspruchsvolle Bescheidenheit sich selbst Mann und Frau sein träumender Realist / realistischer Träumer weniger ist mehr Nach-Denken, Hier-und-Jetzt, Vorausschauen Sprechen, Reden, Über-reden, Zerreden Zuhören, Schweigen distanzierte Nähe unbegrenztes Ultimatum unkontrollierende Übersicht "liebend"-gerne vertrauen wollen "sowohl - als auch" / "entweder - oder" einsame Zweisamkeit - verdoppelte Einsamkeit anfangen mit Aufhören / Aufhören mit dem Anfang finden, statt suchen wollen, was gegeben wird umarmend loslassen, anspruchslos wünschen, terminlos Zeit lassen zwei "ich" - ein "wir" kindlich erwachsen einen Traum reparieren und sich aus ihm befreien verunsichert an sich selbst glauben auf dünnem Eis in die Sonne laufen Neu-Gier gelassene Spannung atemloses Luftholen schnell die Langsamkeit entdecken abgesicherte Risiken junkie-dealer / vice-versa Tränen lachen die Quadratur des Kreises den Weg zum Ziel machen (01/93)
Nicht für die Kälte geboren, der Schwimmer im dunklen Strom
Eiswasser schmerzt weniger, als kein Gefühl. Zarte Berührung der offenen Brust verletzt die Fluchtdistanz - keine Büchse der Pandora soll sich im blutigen Gefieder verfangen. Ich bin kein Angreifer - ich bin ein Verteidiger meiner selbst und meine Waffe ist das Wort. Ich lebe irgendetwas hinter vielen Gesichtern und erinnere mich nicht mehr an mich Ich kann meine Augen nicht mehr öffnen. Ich trauere um Atlantis und singe dabei meinen Schwanengesang (04/94)
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UNTERTITEL
si tacuisses, philosophus mansisses STATUS MENÜ SUCHE KALENDER ARCHIV |