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Donnerstag, 4. März 2010
I wasn't born to follow
Can't think what I've just said
Put the soft pillow on my head Die lange Nacht durchgemacht, an meinem neuen Speedport-Router, um den stationären Mac via Ethernet, das iPhone via WLAN anbinden zu können; gegen 2 Uhr endlich wieder Internet, iPhone ist nicht; offenbar war ich zu zermürbt, zwischen einem Gerätekennwort und einem WLAN-Passwort zu unterscheiden; überhaupt ist es mir inzwischen auch zu dumm, diese ganze erhebliche Konzentrationsleistung aufbringen zu sollen, um eine Zusatzfunktion in die kommunikative Gerätekette zu bringen. Heute Nacht geht es weiter. Dazwischen Überlegungen, wie ich dem Terror der Umweltzonen in Verbindung mit meinem Turbinen-Diesel mit gelber Palkette entgehen kann, noch streubt sich alles in mir, ein gutes Auto für ein paar Rubel oder Dukaten abgeben zu sollen, um, ganz "grün" wieder in die Berliner Innenstadt fahren zu dürfen. Die Entscheidungen der Politik sind unergründlich und in aller Regel von Leuten ersonnen, die den Eindruck machen, als seien sie dumm wie eine Hummel, sie sind in Wahrheit aber wohl eher die Interessenvertreter der Industrie, wozu man sicher schlau wie ein Fuchs sein muss. Jeder abgebrochene Eisberg ein Klimainferno, jeder Orkan verschiebt die Erdachse, jede neue Behinderung durch Vorschriften und Manöver und durchsichtigen Mist wird als Rettung des Weltalls gefeiert Naja, meine Sorgen möchte ich haben. Deine Stimme am Telefon und die Schrecklichkeiten und mein atemloses Merken, welche Landschaften, welche gelebten Werte, welche Tränentäler und Seelenschändungen zwischen uns liegen; der Wein fliesst in mich und mit ihm schlucke ich die vorübergehende Milde des Vergessens oder wenigstens Verdrängens, wissend, dass ich in einen Morgen dämmere, der nachhallen wird von meinem Geschrei und mich in Scham und Reue sieht und doch hilflos der Ambivalenz ausgeliefert; ich kann also wählen zwischen Scylla & Charybdis und das habe ich schon mein Leben lang getan. Es gibt sie nicht, die mühelose Gerechtigkeit für zwei; die naiven Ideen der geistigen Pubertät haben uns zurückgelassen in Auflösung und gebrochenen Schwüren mit gebrochenen Herzen. Irgendwo in einer Ecke höre ich ein Kind weinen und weiß einen Augenblick nicht, ob ich das Kind bin; die Lebenszeitschienen laufen längst nicht mehr straight, das Gleisbett ist aufgeworfen und es gibt diese Krümmungen, die aussehen, als wollte sich ein Kreis schliessen; und ich fürchte mich vor geschlossenen Kreisen und zentralen Wirbeln. Und eine vertraute Frauenstimme legt mit sanften Worten ihre zarten Finger in meine Wunde und sagt: Du kommst von dort, Du bist nicht weit genug fortgekommen, Du wirst immer wieder stolpern über die Faszination des Exaltierten und Perversen, also gib' Dich hin, wehre Dich nicht, lebe gerne, stirb gerne - you can check out any time you want, but you can never leave. ... Link |
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