Montag, 2. November 2009

Weltraumtaugliches Brot.
Tiroler Demeter Dinkel Früchteziegel.



Tantra Beam Vibrationstransmitter, Gold Edition.
Putzig.
Aus der Reihe: e-mail, die jeden SPAM-Filter verklebt.
Istbestimmtbeihilfefähig.
Lachmichtotwennichdafürjetztwerbunggemachthabe.
Mindestens800suchanfragenreferrer.
Malunterhysteriebeiwikipedianachlesen.
Besseralsschweinegrippe.


Mittwoch, 28. Oktober 2009

Dass Frau Dr. Margot Käßmann, von der ich weiß, dass sie lebenserfahren, loyal und liebenswürdig ist, zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt wurde, freut mich.
Wäre die Kirche zu der Zeit, als ich ausgetreten bin, von solchen Menschen repräsentiert worden, hätte ich möglicherweise gezögert.


Dienstag, 27. Oktober 2009

"Der Manipulationsverdacht, der pathetischen Artikulationsformen von deutscher Seite oft entgegengebracht wird, gründet sich nach 1945 vor allem auch auf die Kritik an der Rhetorik des Nationalsozialismus."
Pathetisches Vorgehen gegen Euphemismen.
"Heute nutzt niemand mehr „erkennen“ für „begatten“, „Privet“ für „Toilette“, „verewigt“ für „gestorben“ und „Valant“ für den Teufel."



Impfung gegen die "Schweinegrippe" = Neue Influenza A/H1N1 - Stand der Dinge


Montag, 26. Oktober 2009

Ich habe gerade mit einer Freundin/Kollegin gesprochen, die heute einen kleinen Jungen pädiatrisch-psychologisch begutachtet hat, der mitansehen musste, wie seine Mutter langsam totgeschlagen wurde.
Das sind Fremderlebnisse, die die Aufdringlichkeit manch anderer Themen zurechtrücken.



Ausgereizt.
Es ist nicht meine Welt der Sexualität und Mann-Frau-Beziehung, in der der Sprachschatz der Erotik zusammengesunken ist auf eine Handvoll Worte, die sich auf dem Schamhügel tummeln.
Es ist nicht meine Welt, in der jede ausgefallene Praktik eingeübt und ausgeübt wird, in der Sex-Spielzeuge verstöpselt werden und Stimulantien jeder Couleur Anwendung finden, in der, hinter bürgerlicher Fassade und mit aufgesetzter Attitüde der Verworfenheit bei infantilem Gemüt, von der betrügerischen Affaire bis zur offenen Ehe, vom Swingerclub und Szene-Bordell bis zur degeneriertesten Pornografie für jeden und jede und jederzeit alles möglich ist, entdifferenziert konsumiert wird, was mit Lebewesen und Gegenständen machbar ist, es keinerlei strukturierende Tabus mehr gibt, alle Kommunikationskanäle genutzt werden, je anonymer, desto entblößter, je versauter, umso grenzgängerischer, alles so, als ob es Payback-Punkte dafür gäbe, aber nichts mehr um der Erkenntnis und Verschmelzung willen, nichts zur Ausschöpfung der Erlebnistiefe einer Zweisamkeit, sondern alles ohne Rücksicht auf Verluste.
Es ist nicht meine Welt, in der jede Kuhle und Kehle und Körperöffnung beschaut, berührt, berochen, beleckt und benutzt worden ist, eine Reizsteigerung mit normalen menschlichen Möglichkeiten nicht mehr bewerkstelligt werden kann, in der jeder seinen Körper schützen will vor sexuell übertragbaren Krankheiten, aber kein Geist, kein Herz und keine Seele mehr geehrt wird, in der man offenbar in jeder Gosse gelegen haben muss, um zu ahnen, was Dreck ist,
Es ist nicht meine Welt, wo nicht mehr von Liebe gesprochen werden kann, weil die Zeit der Vereinigung von zwei Menschen eingeteilt wird in angemessenes Vorspiel, herbeigequälte Orgasmen und lobhudelndes Nachbeben und bei Dunkelheit die Gesichter, die Körper, die Gefühle so austauschbar geworden sind, dass es sich nicht lohnt, die Namen zu erinnern, wo niemand mehr fragen möchte und niemand mehr fragen sollte, was der andere Mensch denkt und fühlt und erlebt hat, wohin seine Wünsche gehen und warum seine Augen feucht werden, während der korrekte Sitz der Schamhaarfrisur geprüft wird.

Love is a strange thing - just when you think you've learned how to use it's gone


Donnerstag, 22. Oktober 2009

Durchgangssyndrom bei der Diskussion über die Exklusivität in heterosexuellen Paarbeziehungen. Dann sagt da eine Stimme in mir: Du bist ein erwachsener Mann, der nicht gestern erst aus der Hängematte gefallen ist - hast Du nichts besseres zu tun, als mit solchen Figuren über Angelegenheiten zu quatschen, die sehr viel mit intraindividuell unteroptimalen Konfliktlösungen zu tun haben - aber nix damit, was heute Abend auf den Tisch kommt?

Später zu viele Trauben gegessen, mit einem feinen Käse; schon in der Frühe Bauchgrimmen, Buscopan genommen, weil die dragierte Tablette so schön flutscht.
Im Laufe des Tages ein Kilo abgenommen.

Abends nach 65 min Nordic Walking ziemlich lädiert ausgesehen; es war dunkel, Gott sei Dank.
Extrasystolen, die mir Hustenreiz in die Kehle treiben.

Ich würde gerne meine Seele verkaufen.
Es ist aber niemand da, der sie will.


Mittwoch, 14. Oktober 2009

es muss ein seltsames Gefühl sein, solche Macht über die Ohnmacht eines anderen zu haben.


Dienstag, 13. Oktober 2009

Die verschiedenen Psychotherapeuten
Ein Mensch fragt: "Wo geht es hier zum Bahnhof ?"
Es antwortet...
- der Gesprächstherapeut: "Sie wissen nicht wo der Bahnhof ist und das macht Sie nicht nur traurig, sondern auch ein Stück weit wütend ?"
- der Tiefenpsychologe: "Sie wollen verreisen ?"
- der Psychoanalytiker: "Sie meinen dieses lange dunkle Gebäude, wo die Züge immer rein und raus, rein und raus fahren ?"
- der Sozialarbeiter: "Keine Ahnung, aber ich fahre Sie schnell hin."
- der Sozialpädagoge: "Ich weiß nicht, aber es ist gut, daß wir darüber reden können."
- der Gestalttherapeut: "Du, laß' das voll zu, daß Du zum Bahnhof willst."
- der Bioenergetiker: "Machen Sie mal: sch ... sch ... sch ..."
- der Verhaltenstherapeut: "Heben Sie den rechten Fuß, schieben Sie ihn vor, setzen Sie ihn jetzt auf. Sehr gut. Hier haben Sie ein Bonbon."
- der Psychiater: "Bahnhof ? Zugfahren ? Welche Klasse ?"
- der Neurologe: "Sie haben also die Orientierung verloren. Passiert Ihnen das öfter ?"
- der systemische Familientherapeut: "Was, glauben Sie, denkt Ihre Schwester, was Ihre Eltern fühlen, wenn die hören, daß Sie zum Bahnhof wollen ?"
- der Kurzzeittherapeut: "Stellen Sie sich vor: plötzlich geschieht ein Wunder und Sie sind schon am Bahnhof. Was ist anders dadurch?"
- der Psychodramatherapeut: "Zum Bahnhof. Fein. Das spielen wir mal durch. Geben Sie mir Ihren Hut, ich gebe Ihnen meine Jacke und dann ..."
- der NLP-ler: "Schließen Sie die Augen, stellen Sie sich vor: eine Blume am Rande eines Weges..."
- der Positiv-Denker: "Schließen die Augen und sagen Sie zu sich selber: ich bin wunderbar und einzigartig und ich vertraue meinem Unterbewusstsein, daß es den für mich richtigen Weg weiß."
- der Pädagoge: "Ich weiß natürlich, wo der Bahnhof ist. Aber ich denke, daß es besser für Dich ist, wenn Du es selbst herausfindest."
- der humanistische Psychotherapeut: "Wenn Du da wirklich hinwillst, wirst Du den Weg auch finden."


Montag, 5. Oktober 2009

there must be more
In zwei von drei Weekend-Nächten Nierensteinfragmente "geboren", ungutes feeling, sag' ich mal, als ob jemand einen Taschenschirm ins Nierenlager wuchtet, ihn aufspannt und so wieder 'rauszieht, trotzdem - bin ich Sissy oder Siegfried? - in Düsseldorf "Catwalks" angesehen, "Maria, ihm schmeckt's nicht!" geschaut, beides bitte unbedingt; heute zur Belohnung für's Ertragen von Blut, Schmerz und feuchten Augen ein paar Tod's Stiefeletten (Fullbrogue-Stil) und eine Dose Ledersohlenabdichtschaum mit Nanotechnologie gekauft, für zusammen € 506.-; Nanotechnologie ist offenbar teuer.
Übermorgen geht es nach Lübeck, Kongress und Marzipan und so weiter.


Mittwoch, 30. September 2009

von der Straße aus das spontane Handy-Telefonat, in dem Du mich erkennst, wie ich oft bin, unfertig, ungerecht, unfair und ungläubig, und wie ich alles zugestehe und behaupte, dass Liebe auch so ist, ganz anders, als es auf den Postkarten und Handtüchern steht, ganz anders: unfair und unvollkommen und ohne Gerechtigkeit, dass sie ein Zittern ist und ein Aufbäumen und Menschen von ihrem Weg abbringt und hungern lässt und idiotisch klein macht, dass sie jedes Wort heiligt und jedes Wort entweiht, Lust und Peinlichkeit und Stolz und Reue und Nicht-Anders-Gekonnt-Haben, ein Schrei in Deinem Schoß und ein Schrei in der Nacht, eine Sache auf Leben und Tod, die Geschichte, die wir erledigen müssen.
Dass es das halbe Herz herausreißt, wenn man sich verabschiedet, und man die andere pochende Hälfte hinterherwirft und sich kalt macht, sich abtötet, um nicht zu leiden, dass man den Zusammenbruch sieht ohne Verständnis, für nichts und niemand, nicht mal für sich selbst; kein Gott, der den Mund verschließt, kein Gott, der seine Hand hinhält und den Biss abfängt, das Gift unschädlich macht, ach, hätte ich doch sagen können, ach, hätte ich doch sprechen können, als ich mit Dir geredet habe, ach, hätte ich doch schweigen können.
Es ist ein viel zu rascher Wechsel zwischen jauchzendem Berg und himmeltiefem Tal, und da brennt es und die Versprechen waren so anders, ich weiß es, und es ist manchmal so schwer, die Wunden zu lecken, die man dem Geliebten geschlagen hat, es gibt keine satte Stille und trotzdem ist alles bunt, es ist alles eben so, alles ist es, nur nicht flach und lieblich.
in fetters and chains

Und Du bittest mich, noch etwas Liebes zu sagen und ich sage, dass ich Dich liebe und Du sagst: "ja, ich liebe Dich auch, aber kannst Du, bitte, sagen: ich verlasse Dich nicht?"
Und ich sage: "ich verlasse Dich nicht".
Und Du sagst: "sag' bitte: ich verlasse Dich NICHT!"
Und ich sage: "Ich verlasse Dich NICHT"


Sonntag, 27. September 2009













Shooting "Stay Friends", S., Berlin, 2009-09



Inglourious Basterds von Quentin Tarantino angesehen.
Ich mag solche Filme.
Cave: wer beim Anblick durch Skalpieren enthäuteter Schädel Würgereize entwickelt, sollte seine Pizza erst nach dem Kino essen.


Samstag, 26. September 2009

es müssen so um die 2200 km sein, die ich gefahren bin in den vergangenen drei Wochen Urlaub; die erste Verwarnung wegen Geschwindigkeitsübertretung liegt bereits auf dem Tisch.

W'tal - Hameln - Berlin - Usedom - Berlin - Rotenburg - Norderney - Rotenburg - W'tal; es schleichen sich Regelmäßigkeiten ein, Tauchversuche in einer fremden Welt.



for the record:
Berlin, die Pyronale, der Abend mit D. und S. im Due Forni, die Koelbl-Ausstellung im Gropius-Bau, Henry Hübchen in "Whisky mit Wodka", zuletzt mein Exponat aus dem Museum für Kommunikation abgeholt.
Heringsdorf/Usedom, mit S., Hotel Oasis, Grillen unter dem Nachthimmel, mit dem Fahrrad nach Polen, Versuche, eine Geschichte zu Ende zu bringen, die nicht meine ist.
Norderney, von der Ostsee an die Nordsee, all alone, sechs Stunden täglich auf dem Rad oder zu Fuß am Strand unterwegs, diese Musik in der Brust und ein leises Tanzen mit den Wellen, und die Sonne ist stark und gut.
Davor und danach Rotenburg; a strange angel singing just for me.



Kurz vor der Abfahrt der Fähre von Norderney zum Festland diese Zettel in der Auslage eines Shops gesehen:
"Der frühe Vogel kann mich mal"
"Ist das Kunst oder kann das weg?"


UNTERTITEL
si tacuisses,
philosophus mansisses


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