Dienstag, 11. November 2008

"Sarah Connor singt gegen den Schmerz"



und bevor ich Deinen Mann, der auf Deine liebvolle Umarmung mit einer Seitwärtsdrehung und geschlossenen Augen reagiert, mit dem Photoshop-Lasso aus dem Bild entferne, läuft in dünner Zitterschrift über den Monitor "Zusatzmodule werden geladen"


Montag, 10. November 2008

ich habe keine Kinder oder andere Verwandte, die mir zu gegebener Zeit die Vernichtung des Famlien-Erinnerungserbes vorwerfen könnten.
Hätte ich, bekämen die ihren Teil und gut.
Aus meinem Leben, aus meiner Sammlung von Fotografien und Texten, aus meiner Wohnung, den Dingen, mit denen ich mich umgebe, habe ich kein Museum der Vergangenheit gemacht.
Ich habe eine Jugend verbracht, in der die großen Geister kleiner Menschen wie Götzenbilder in der Atmosphäre hingen.
Unwirklich und daher unheimlich.
Nicht zu greifen und daher nicht zu begreifen.
Das hat gereicht.

Es gibt die Bilder nicht, die zu zeigen ich gebeten wurde.
Mir kann nichts aus der Brieftasche fallen und nichts liegt vergessen zwischen den Seiten eines Poesiealbums.
Es gibt keine Ansichtensammlung schöner Mädchen und Frauen, es gibt kein Portfolio alter Liebesbriefe, keine kleinen Kistchen und keine großen Truhen auf dem Speicher.
Alles ist entsorgt; es hatte wie eine Trophäensammlung gewirkt oder wie eine Devotionalienhandlung.
Coito, ergo sum. Oder so.
Eines Tages hätte es mich erschlagen.
Ich möchte nicht angesehen werden als ein Puzzle aus Beziehungsfragmenten.

Man muss abwerfen, wenn man sich neu orientieren will.
Und wenn es sein muss, immer wieder.
Persönlich auferlegte Grausamkeit, mit jedem Abschied, oft im Streit und selten ohne Schmerz, sowohl die Gefühle zu verarbeiten, als auch die kleinen Übergangsobjekte zu eliminieren, an denen viel Liebe und Sehnsucht gehangen hat.
Clean. Cut.
Stand. Punkt.
Nicht ein Mann ohne Vergangenheit.
Aber ein Mensch ohne den halbherzig vorsortierten Ballast, den manche mit sich herumtragen und in jeden neuen Beziehungsversuch schleppen.
Als ob es nicht ohnehin schwer genug ist.
Die Seele, die Herzen, die Narben.

Und Du?
Warum werde ich zur Konfrontation aufgefordert?
Ich setze mich doch auch niemand auf's Gesicht.
Mach' doch aus Deinem Herzen eine Mördergrube oder einen Friedhof der Kuscheltiere, ein weites Land oder einen antiken Tempel - nur zwinge mir nicht auf, dort in unerwünschter Gesellschaft zu hausen, setze mir nicht solche Flöhe in den Pelz.
Wo ich stehe, ist kein Platz für einen anderen, ich brauche die subtilen Vergleiche nicht, die scheinsublimierten Geschichten, die "geklärten Verhältnisse".
Muss ich zu Deinen Vergangenheiten noch das passende Bildchen bekommen?
Du und ein wechselnder Er in voller Farbtiefe?
Woran soll ich Anteil nehmen?
Welcher unromantischen Phantasie soll ich nachhängen?
Oder worum geht es Dir? Da schwingen so Töne mit, ich weiß nicht.
Das sind keine Asse, die Du da im Ärmel hast.
Unheimliche Begegnungen der zweiten Art sind mir zuviel Realität.
Ich will nicht unbedingt einen Kumpel gewinnen, der mal dort lag, wie ich jetzt stehe.


Donnerstag, 6. November 2008

neue, wunderschöne Bilder von Hannelore Gieschen, die ich hier ausstelle (mit Genehmigung):







© 2008, H. Gieschen


Dienstag, 4. November 2008

ich bin nicht gegen kalten Wind gelaufen, denn es waren noch knapp 13 Grad, aber in den Sonnenuntergang, der dann so plötzlich kam, dass ich innerhalb von 20 Minuten im Halbdunkel stand.
Ich atme so schnell so kurz, kleine Steigung in der Strecke und es ist aus; ich höre dem Keuchen der Jogger zu, die mich überholen und denke, dass die schon jahrelang trainieren müssen, um so gleichmässig und gut zu laufen.
Ein Hund stand hinter einer Kurve vor mir, ein alter Hund mit weißen Haaren an der Schnauze, der im Blickkontakt mit mir gelangweilt aussah und auch ausgiebig gähnte; danach habe ich aufgegeben für heute.
A wretch like me.



das langsam ablaufende Jahr hat doch Spuren hinterlassen; offenbar am Herz, im wörtlichen und übertragenen Sinne.
Kaum noch Aufbäumen in mir.

Allerdings würde ich gerne wieder schreiben, wieder Lust auf diese Spielerei mit Worten haben.
Zur Zeit bin ich aus dem Rhythmus; auf jeder Ebene.


Dienstag, 28. Oktober 2008

sanfte weiße Wölkchen bei jedem Atemzug und die Weitwinkel-Stirnleuchte wippt und das Glimmen auf der Netzhaut plötzlich auftauchender Hunde, leises Knurren, what I've felt, what I've known, never shined through in what I've shown, es ist stockdunkel und der Elektrodengurt sitzt eng und ich winde mich unter der Kapuze; aufrechte Haltung, langer Arm, flacher Stock, angepasste Schrittlänge, new blood joins this earth and quickly he's subdued through constant pain disgrace, es ist jetzt Herbst und ich laufe allein und es sollen 45 Minuten werden, bis ich nur noch das Tappen im Laub höre, das iTouch-Polar-Mensch-Maschine-System.
490 kCal.
And nothing else matters.



"Kätzchenretter Leo - kleiner Hund, großer Held"
("Meinten Sie: leo kätzchenfutter?")


Samstag, 25. Oktober 2008

der Unterschied zwischen den Welten von Windows/Vista und Apple ist, dass man bei Apple immer wieder den Eindruck hat, staunender und aktiver Teilnehmer einer Entwicklung der Zukunft zu sein, während man bei Windows bestenfalls genervt triumphiert, wenn man den PC trotz permanenter Updates und Patches und Dummheiten am Laufen halten kann.
Dateien im "Format" .xps sind so ein Ding, für das man um sich schlagen möchte. Zum Beispiel.


Freitag, 24. Oktober 2008

ich fordere den Nacktscanner für Bänker


Mittwoch, 22. Oktober 2008

"Da die westliche Ernährung inzwischen weltweit verbreitet ist – Fastfoodketten sind inzwischen auf dem gesamten Erdball zu finden – ist sie für rund 30 Prozent aller weltweit auftretenden Herzinfarkte verantwortlich"


Dienstag, 21. Oktober 2008

erkennt Handschrift auf dem iTouch-Screen und macht Versand des erkannten Textes per Mail möglich: WritePad, kostenlos.
Ich habe lange gebraucht, das zu kapieren - aber dann ist das Tool sehr nett.



mit dem iTouch direkt auf die online-SMS-Seite eines T-Online-Accounts zugreifen geht bei mir so:
Bookmark mit folgendem Inhalt auf den Home-Bildschirm legen:
"https://email.t-online.de/index.php?ctl=write_smstext"

Für eine schnelle Webmail gilt:
"https://m-email.t-online.de"

(natürlich jeweils ohne die Anführungszeichen!)


Montag, 13. Oktober 2008

Bankfuzzi.
In der ewigen Rangliste noch vor Sozialarbeiter.
Naja.
Ich und mein Abwerte-System.

Übrigens - und bitte genau zuhören - das Lied des Tages:
Ka-Ching



so spät abends die Ohrhörer reinstopfen und mit den Armen fuchteln zu einem iTunes-Song, das mache ich immer noch.
A salamander scurries into flame to be destroyed


UNTERTITEL
si tacuisses,
philosophus mansisses


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