Mittwoch, 28. November 2007

nachdem ich - wie Sie sicher auch - ganz überrascht wahrnehme, daß u.a. aus meinen Steuergeldern über lange Zeit die in 40.000 Fällen unwirksamen Feinstaubfilter an den Autos "umweltbewußter" Tugendbolde subventioniert wurden, ist mir wieder ins Bewußtsein getreten, daß in wenigen Wochen diese sogenannten "Umweltzonen" abgesteckt werden - Sie wissen sicher Bescheid?
Das sind:
a) Bereiche in denen reiche Leute wohnen, die mit ihren mondänen offenen Kaminen und Early Adopter-Holzheizungen die Luft mehr verpesten, als alle Autos in der BRD zusammen und
b) Bereiche, die "Innenstädte" genannt werden, die Sie zum Einkaufen und/oder Erreichen Ihres Arbeitsplatzes aufsuchen müssen.
Nach meinen Informationen soll das Ruhrgebiet in Gänze eine geschlossene Umweltzone werden, also Plaketten-pflichtig.
Natürlich mit Ausnahme der Autobahnen. Die werden sicher in Kürze Vignetten-pflichtig; wegen der Polen, die hier herumfahren, bis der Teer weich ist.
Ich habe soeben eine gelbe Plakette für 4 EURO gekauft, vorsichtshalber, falls alles dann schnell gehen muß.
Vielleicht darf ich damit noch zwei Jahre bis zum Parkhaus am Stadtrand fahren.
Wenn Sie ein Altfahrzeug bewegen und zu arm sind, sich einen Neuwagen zu kaufen, sollten Sie davon ausgehen, daß Sie besser alle Hoffnung, als Ihr Auto fahren lassen.
Umrüstung geht nicht immer bzw ist sinnlos; Sie können versuchen, eine aus Alufolie gequetschte Wurst unter den Schweller zu hängen; das bringt auch nix, das findet der Umweltminister aber geil und gibt Ihnen vielleicht sogar das Geld für die Folie zurück. (Sie kennen den Umweltminister nicht? Das ist der Mann, der angeblich seit über einem Jahr von nichts weiß und mit seiner rosa Glanzkrawatte gestern so aussah, als wäre er gerade beim Team Telekom 'rausgeflogen.)
Leute wie Sie sind genau die Klientel, die auf unseren Strassen unerwünscht ist. Konsumverweigerer. Arme Socken. Stinker. Wenn Sie zum Arzt oder zum Supermarkt müssen, nehmen Sie sich gefälligst ein Taxi. Oder, wenn Sie reicher sind, den Bus. Und schreien Sie nicht herum, wenn Sie von einem nagelneuen 5.9-Liter-Hubraum-Geländewagen mit grüner Plakette überholt werden, der den ganzen Kofferaum voll verheizbarer Pellets hat; möglicherweise sitzt die Öko-LehrerIn Ihrer Kinder am Steuer.

(Noch was: was in Ihrem Dorf gilt, muß nicht für den Ort daneben gelten; angeblich sollen LKWs und Motorräder ausgenommen sein (!?); ich habe das erste Angebot gesehen, mir für mein Fahrzeug und mich Sonder-Emissionsrechte zu kaufen(!).
Das Thema ist vom SPIEGEL aufgegriffen worden)


Dienstag, 27. November 2007

ich habe nicht so viele Baseball-Schläger, wie ich Prügel austeilen möchte



"Was schenken Sie Ihrem Tier zu Weihnachten?" (Werbung)

"Viele Sozialhilfe-Empfänger sehen ihren Lebenssinn darin, Kohlenhydrate oder Alkohol in sich hineinzustopfen" (Oswald Metzger)

"Wir haben auch eine Verpflichtung gegenüber unserem Kerngeschäft und damit unseren Mitarbeitern, Kunden und Aktionären" (Telekom)


Samstag, 24. November 2007

auf einer dreispurigen Autobahn, trocken, hell, wenig befahren, bin ich soeben zwei, mit Hochleistung-Blitzanlage und passender Kamera bewaffneten ausgestatteten, sehr gut getarnten Handlangern verkehrsberuhigt postierten Mitarbeitern der Behörden in die Falle gefahren.
Heckenschützen Bürger ohne Uniform; stehen nie vor Schulen oder an engen Innenstadtstrassen mit Fußgängerquerverkehr; da würde es zwar sinnvoll sein und erkennbar präventiv wirken, aber möglicherweise kann man da nicht ungestraft die Kippen aus dem Dienstwagenfenster werfen ist es da zu laut.
Wenn es schlimm wird, bin ich mit Punkten und Fahrverbot dabei; das weiß man ja erst, wenn der Bescheid auf dem Tisch liegt, denn auf's Tacho geschaut und gebremst wird bekanntlich erst nach dem Blitz und wenn der Puls wieder unter 180 ist.
Für mich ist das längst nichts anderes mehr als staatliche Wegelagerei bequeme Abschöpfung von (buchstäblich) auf der Strasse liegenden Geldquellen, deren Opfer zu werden man - bei der Zahl der gleichzeitig zu beachtenden, sich täglich verändernden Gebote und Verbote - nur vermeiden kann, wenn man sich im Auto so bewegt, wie eine Rentnerin mit Großraumeinkaufsdrahtwagen auf dem Weg zur Supermarktkasse.
Das Geld, das sich Volksvertreter auf dem Diätenerhöhungsweg in die Taschen schieben das für die Grundausstattung eines repräsentativen Staates gebraucht wird, muß irgendwo eingetrieben gegenfinanziert werden und zur Zeit könnte das auf dem Einsparungsweg nur geschehen, wenn man die letzte Krankenschwester erschießt.

Hier, Frau Roth! Unrecht geschieht! Könnten Sie nicht auch dazu eine Ihrer beliebten und inhaltsschweren, von solidarischer Betrofffenheit geschwängerten Reden halten?


Freitag, 23. November 2007

es mag paranoid klingen: der November ist, nach allen Erkenntnissen der letzten Jahre, der schlimmste Monat des Jahres hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit meiner ganzen elektrischen und elektronischen Geräte.
Neben meinem Superdrive-Laufwerk sind in den letzten Wochen zwei Spezial-Leuchtmittel der preislichen Oberklasse, eine sauteure Überspannungsschutz-Steckerleiste, ein Drucker, eine elektronische Wetterstation (an der ich immer abgelesen habe, ob ich nun frieren durfte), ein Vollverstärker und mein waschbarer Elektrorasierer untergegangen.
Letzteren habe ich soeben durch einen Ultraschall-angetriebenen Braun-Rasierer der 7er Klasse ersetzt, der mindestens bis zum nächsten November halten muß.

Da ich entweder bemüht bin, verrotzten und gelangweilten Mitmenschen die Flausen auszutreiben oder in der Dunkelheit der mitteleuropäischen Winterzeit nach Ersatzteilen für meinen Elektroschrott zu suchen, habe ich bisher keine Gelegenheit gehabt, die sonst übliche Novemberdepression zu entwickeln; das muß auf später verschoben werden.

Erfreulicherweise habe ich heute alle notwendigen Weihnachtsgeschenke gekauft - eine Flasche Parfüm.
Der Laden war voller Frauen mit Frisuren aus Beton, oberhalb der biologischen Lebensmitte, die für 275.- pro Kleinstpackung die neuesten Produkte zur Busenpflege kauften und mit ihren arroganten Kollagen-Visagen und dicklippig Richtung Packtisch gebellten Befehlen jedem klarmachten, dass ihre Lebensabschnittsgatten wirklich Kohle haben.

Why do you stare?
Do you think that I care?


Ich bin so froh, dass frau die Busenpflege nicht im Laden testen darf.
Andererseits habe ich natürlich heimlich gesucht, ob es irgendwo Botox zum Schmieren gibt, mit dem ich an mir selbst zur Bauchdeckenpflege schreiten könnte.


Freitag, 16. November 2007

besonders hart ist das natürlich, wenn man gerade alles getestet hat nach dem Tiger-Update, ganz froh ist, wie fein alles läuft - und in der letzten halben Stunde vor dem Shut-Down noch rasch ein BackUp brennen möchte - und dann feststellt, dass der DVD-Brenner knarzt und stottert, aber nichts mehr brennt.
MIST.
War es das Update?
Ist es ein Hardwaredefekt?
Eine Nacht nachdenken und abwägen: den G4-MDD zum Händler schleppen? Bitte nicht! Alles jetzt an die Sonne setzen und neuen Mini kaufen, mit neuem Leoparden und mindestens 3 Monate Stress mit Updates und so weiter? Bitte nicht! Einfach ein Pioneer-Superdrive kaufen, gerade im Sonderangebot, und zum ersten Mal im Leben ein optisches Laufwerk selbst einbauen, auf gut Glück?
So soll es sein:
Eröffnung des Macintosh an typischer Stelle - mehr Licht, bitte! - Schwester! Weg mit dem Kabelbaum! - Verlust mehrerer Kleinstschrauben in Lüfternähe; wo gehobelt wird... - Ausbau des Doppelschachtes - Tupfer! Gebogene Zange! LICHT! - Schraubendreher! Zange! - Mist! vergessen, die Blende zu entfernen; da rumpelt aber schon etwas - neues Laufwerk einlassen und verschrauben, gut so! - alle Adern wieder verbinden, vorsichtige Stromzufuhr - DA! - Aha! Laufwerk bewegt sich; rasch alles wieder verblenden und Fingerabdrücke wegwischen (ist bei jeder OP das Wichtigste, muhahaha) - Strom, mehr Strom, mehr Licht!
Probebrennen.
Der Mac ist fertig.
Ich auch.
Schwester, alles auf die Überwachungsstation und mir einen frischen Kittel!
Ich bin der Gott der Kreuzschlitzschraube.


Donnerstag, 15. November 2007

Achtung: das Plugin "Safari Tidy" sollten Sie entfernen (ebenso andere Hacks), wenn Sie nach dem Update auf die vorerst letzte Tiger-Version Crashes bei Safari erleben - der Mist hat mich Stunden gekostet.
Von der unausgereiften Sch....e zwischen Quicktime und Safari und Flash mal nicht zu reden...

Nach einigen Tagen und Nächten der Erfahrung muß ich sagen: jeder, der auch nur mit dem Gedanken spielt, das Mac-OS-Tigerupdate ODER Leopard zu installieren, sollte es rasch und einfach vergessen; selbst auf meiner gepflegten Maschine mit wenigen "Extras" läuft das alles nicht rund - und die einschlägigen Foren sprechen ebenfalls sehr deutlich von einem Flop.

Ich werde - zum ersten Mal enttäuscht von Apple - den langwierigen und langweiligen Weg zum DOWNgrade beschreiten; zurück zu OS 10.4.10.
Und diese violette Albernheit namens Leopard kommt mir nicht in die Nähe meiner Maschine!


Sonntag, 11. November 2007

Ein Hexenschuss schreit aus Sicht der Patienten geradezu nach Interventionen, die über die simple Einnahme eines Schmerzmittels hinausgehen


Donnerstag, 8. November 2007

"How to detect—and remove—the OSX.RSPlug.A Trojan Horse"
Siehe auch:
ClamXav
Aktuelle Virusdefinitionen laden!


Dienstag, 6. November 2007

gestern Abend vor dem Fernseher eingenickt, beim Erwachen plötzlich ein Hörvermögen, als sei ich tief unter Wasser, beim Versuch des Druckausgleiches knackende Geräusche und eine Art Blubbern in den Paukenhöhlen, danach Stille und pulsierender Schmerz und nur noch ins Bett wollen.
Beim Erwachen feuchtes Gefühl am rechten Ohr, aha, böse Ahnung; wenig später ein blutiges Q-Tip in der Hand.
Via Hausarzt zum HNO-Kollegen, Kehlkopfspiegelung, Nasennebenhöhlenultraschall, endoskopische Betrachtung meiner Nase und Spülung des äußeren Gehörganges, damit der Blick auf eine kleine, aber feine Perforation des rechten Trommelfelles möglich war.
Recht so.
Ich höre selbst das Fiepen des Fieberthermometers nicht mehr, keinen Maustasten-Ton, kein Säuseln der nahen Autobahn und lebe in einer kleinen, stillen Welt aus Antibiotika, Sprays und Analgetica, einer Welt, deren Stille ich mir immer gewünscht hatte und die mich jetzt in einer interessierten Verwunderung sieht, als ob ich ein plötzlich versunkener Mann sei, der in der Tiefe gleitend auf die Meerjungfrau wartet, die ihn lächelnd auffängt, das Atmen lehrt und mit sich nimmt.


Montag, 5. November 2007

letztes Wochenende als Marktschreier am Tisch eines Bücher-Flohmarktes innerhalb von 5 Stunden sage und schreibe € 270.- verdient.
Dieses Wochenende mit deutlichsten Symptomen eines grippalen Infektes ganz allein in meinem eigenen Bett gelegen und Hals- und Weltschmerz gepflegt.


Donnerstag, 1. November 2007

heute habe ich das neue Betriebssystem in Aktion gesehen, auf einem MacBook Pro laufend, problemlos installiert; die neuen features sind teilweise ganz nett und möglicherweise auch zukunftsweisend, leider gibt es in der Optik für meinen Geschmack einige Stilbrüche und Verspieltheiten, ergonomisch unteroptimale Lösungen und eine zu deutliche Annäherung an den Microsoft-Massengeschmack.
Anyway: ich spüre z. Zt. keinen verstärkten Drang, Leopard zu riskieren.


Dienstag, 30. Oktober 2007

zur Zeit lieber nicht; nach allem, was man in den Apple-Diskussionen lesen kann, gibt es genügend Probleme und Inkompatibilitäten.
Das sage ich mit Blick auf meinen (jetzt schon als betagt geltenden) Apple PPC G4 / MDD mit 1.25 Ghz, 1.25 GB RAM, zwei optischen Laufwerken/Brennern, zwei internen und einer externen Festplatte, einem Scanner und einem Laserdrucker und zig , unter Tiger gut laufenden, älteren Programm-Versionen, die ich nicht updaten will.


Freitag, 26. Oktober 2007

Zeitumstellung - mehr gibt es zu diesem Unsinn (der wider besseres Wissen nicht korrigiert wird) nicht zu sagen


Mittwoch, 24. Oktober 2007

"Our wonder-medicine will make your dick so impressive"

Und hier wird schon mit in geschmacklos gehaltener Kunstgrün-Weihnachtsdekoration das Stadtbild verunziert.


UNTERTITEL
si tacuisses,
philosophus mansisses


STATUS
zuletzt aktualisiert:
vor 22 Stunden
Sie sind nicht angemeldet
Login


MENÜ

SUCHE


KALENDER
Mai 2007
MoDiMiDoFrSaSo
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031
AprilJuni


ARCHIV
2012      2011
2010      2009
2008      2007
2006      2005
2004      2003
2002      2001