Mittwoch, 21. Dezember 2005
dedicated follower of fashion

Prada Men's Shoes (Fall/Winter 2005/06); dezente Stiefelette aus schwarzem Weichleder (gebeizte Elefantenvorhaut o. ä.).
Unwiderstehlich.
Die Schuhe. Meine. Ich.

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Dienstag, 20. Dezember 2005
misfit

wie ich es hasse, als Massenmensch unter Massenmenschen durch die überfüllte Innenstadt zu hetzen, berieselt von synthetischem Weihnachtsgedudel aus den Buden; Fettgeruch, Weindunst, Satzfragmente.
Selbst im äußersten Winkel einer Nordsee-Filiale, über ein paar Garnelen gebeugt, gibt es keine Ruhe: zwei Weiber quatschen mir in den Nacken, schrecklich, daß ich mich dieser ungewollten Teilnahme an banalen Familien- und Alltagsanekdoten nicht bzw. nur durch die Flucht entziehen kann.

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Sonntag, 18. Dezember 2005
how fragile

Ankunft zu Hause, der Versuch, das Garagentor via Funk zu öffnen, scheitert; seltsame Dunkelheit im Flur; dann das nervöse Zucken von Taschenlampen-Lichtkegeln; keine Heizung mehr, kein Warmwasser, kein gekochtes Essen, keine Helligkeit, kein Telefon.
Kein Strom.
Zwei Stunden reichen, um zu erkennen, wer von wem oder was und in welchem Umfang abhängig ist.
DU bist Ochtrup!

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Sonntag, 11. Dezember 2005
"Die Hölle, das sind die anderen"


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Mittwoch, 7. Dezember 2005
ich weiß nicht, was soll es bedeuten

habe mir MYST V, "End of Ages", gekauft.
Wer dieses Spiel durchsteht bis zum Ende, wer weiter kommt, als bis zum dritten dunklen Gang (ohne mit höheren Dosen Valium und Haloperidol und/oder einem Lösungsbuch versorgt zu sein), ist entweder ein einseitig hochbegabter Autist oder noch klüger.
Ich schaffe das nicht, ich stehe vor den Trümmern meiner Restillusionen.

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Das ist mein Niveau

Sind zwei Cola-Automaten in der Gummizelle.
Doooiiiing, Dooooiiing!
Sagt der eine: "Hey, wieviel Uhr hatten wir gestern?"
Sagt der andere: "Würde ich schon sagen!

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Dienstag, 6. Dezember 2005
Nikolausi


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Montag, 5. Dezember 2005
Monday morning

geträumt, ich hätte meinen froschgrünen Citroen 2CV in einer obskuren Hinterhofwerkstatt abgegeben und dort am nächsten Tag erfahren, daß man den Wagen nach Hamburg entführt habe.
Wütend erwacht und festgestellt, daß der Citroen tatsächlich weg war; erst nach Minuten erinnert, daß ich seit 20 Jahren keinen 2CV mehr besitze.

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Freitag, 2. Dezember 2005
listen to the greatest music

chez Monsieur Praschl
Leave no trace
Of grace
Just in your honor
Lower me down

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Donnerstag, 1. Dezember 2005
strawberries, cherries and an angel's kiss in spring

frittierte Garnelen mit Aioli, Bratkartoffeln mit Speck.
Zum Nachtisch engl. Weingummi und Königsberger Marzipan.
Take off your silver spurs and help me pass the time.

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HIV / AIDS

75% aller Neuinfizierten sind unter 25 Jahre alt.
Welt-AIDS-Tag

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Mittwoch, 30. November 2005
ooops ...

mein Lieblingsstöffchen - nur noch mit Vorsicht zu verbrauchen.

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Dienstag, 29. November 2005
auch aus meiner e-mail

Betreff: Erweiterung unseres Programmes "Rehabilitation Alleinerziehender mit erlebnispädagogischer Betreuung der Begleitkinder"

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aus meiner e-mail

Globale Erwärmung - der Beweis:

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Montag, 28. November 2005
Einladung

Text auf hochgehaltenen Transparenten der (endlich) streikenden Berliner Krankenhaus-Kollegen:
"Come in & burn out!"

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Apocalypse low

Der Keilkopfglattstirnkaiman.

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DSDS

meine Programm-Postille droht: "... gewähren Einblicke in den Backstage-Bereich ...".
Nee, bitte nicht.
Vor und hinter den Mikrofonen Leute mit einem IQ im Nanobereich, die aussehen, als ob sie seit längerer Zeit ihren Zeigefinger im Po hätten.

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kompetent furzen

Meteorismus = Blähsucht.
Von gefangenen Darmgasen, hochamplitudig propagierten Kolonkontraktionen und dem Flatus per via naturalis - all you can eat.
In diesem Zusammenhang muß auch hier der Begriff "Olf" eingeführt werden.

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Samstag, 26. November 2005
nicht lustig

dumpfe Stille noch gegen 11 Uhr morgens, gedämpftes Licht - das kann nur Schnee bewirken! Das dürfte auch die kurzen Stromausfälle vom gestrigen Abend erklären.
Ich sitze, nach waghalsig-lächerlichem Versuch, via A 46 und A 43 ins Ruhrgebiet zu kommen, zwei Stunden stop-and-go für 5 km Autobahnstrecke und genervtem Abbruch des Manövers und Rückkehr nach Hause, hinter auf 1 m Höhe zugeschneiten Fenstern in der Wohnung, Wochenende ist gestrichen.
Man kann schlafen, man kann es genießen, mitten in einem vom THW ernährten Katastrophengebiet zu hocken, man kann die gerade noch ergatterten Pizza-Vorräte mampfen, billigen Rosé trinken und auf n-tv die Endlosschleifen über verschimmelte Fleischwürste im Container und vereiste Flaps auf Deutschlands drittgrößtem Flughafen sehen.
Seit 30 Jahren habe er kein solches Winterchaos mehr gesehen, sagt ein Polizist.

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Donnerstag, 17. November 2005
allein Unterhaltung

Bei "Einsatz in vier Wänden" und vergleichbaren Sendungen, bei denen mehr oder weniger schlanke blonde Frauen einem Rudel Handwerker sagen dürfen, wann, wo und wie eine Wand umzuhauen ist, bleibe ich meistens hängen.
Ich mag vor allem am Ende die "vorher-nachher"-Vergleiche, bei denen deutsche Eiche und Trockenblumen und gehäkelte Glasunterlagen komplett verschwunden sind und einer jubelnden Kleinfamilie ihre mit Eichhörnchen-Postern, Dinkelkissen und Rot-Grün-Kontrasten runderneuerte Wohnung übergeben wird.
Auch lehrreich war dieser Film über Staubsaugervertreter, die mit ihren Vorwerk-Vampyretten solange weißlich bröselnden Milbenkot aus Polstern saugten, bis die in der plüschigen Wohung hausende Oma, vor Ekel gelb-grün im Gesicht, rasch rund EURO 700 zückte, um die fiesen Biester loszuwerden.
Der absolute Faszinationsgipfel ist allerdings erst bei den gerade modernen Nanny-Sendungen erreicht, in denen offenbar sado-masochistisch veranlagte Dominas (Dominae?) mit Zusatzqualifikation "Hunde/Kinder" rotzfreches Kleingetier und kreischende Blagen solange mit versteckten Kameras, Bauchleinen, Sprühhalsbändern, Naschwerk und Psychosprüchen malträtieren, bis diese jeden Spaß daran verloren haben, ihre Geschwister zu erwürgen bzw. in - selbst mit einer schlanken Vorwerk-Vampyrette kaum erreichbare - Ecken zu pissen. [Ganz frisch verliebt bin ich übrigens in Tyson (engl. Bulldogge, male), dessen liebenswertesten Marotten (bis zum Eingreifen der Nanny) waren, jedes in seiner Reichweite befindliche Hosenbein sexuell zu attackieren, viel zu ruhen und noch mehr zu fressen - kurzum: ein lebensbejahendes Dasein zu pflegen, wie wir alle es tun, sobald die Nanny wegschaut.]

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UNTERTITEL
si tacuisses,
philosophus mansisses


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