Freitag, 13. Dezember 2002


Mittwoch, 4. Dezember 2002

ich antworte Dir: es ist nichts los - vielleicht ist es gerade das.
Oder: zuviel ist los, was man nicht los wird.
Und in der Tat sind Magenschmerzen gerechtfertigt, so sie denn, wie zur Zeit bei mir, durch das Norwalk-Virus verursacht werden.
Ich habe vier Tage sehr flach gelegen, jetzt stehe ich schon in einem Winkel von 45 Grad ... Essen und Trinken waren kein Thema, waren nicht möglich; vier Tage nur schlafen und sich wundern, daß Menschenbeine aus Weichgummi einen tragen können.
Drei Meter weit.
Es geht inzwischen langsam wieder, sogar die Arbeit geht wieder.
Immerhin sind 3 Kilo weg; jetzt stehe ich in der Landschaft mit 81 kg bei 181 cm Körperhöhe, was eine Karriere als Senioren-Model näher rücken läßt.
Man muß sehen, wo man bleibt.

Dann ist da plötzlich ein Loch im Denken und keine Lust mehr auf meine Frisörgeschichten.
Die Arme sind ganz lahm vor der Tastatur, die Gedanken so allein, das Hirn so voll mit anderen Dingen und der Schalk sitzt nicht mehr im Nacken, sondern hat seinen müden Kopf in meinen Schoß gelegt und schweigt.

Und ich möchte sagen: "ich möchte ..." - und werde stumm und weiß nicht mehr, was ich gerade wünschen wollte.
Dann fällt es mir ein: ich möchte mir wieder neue Ziele setzen; wieder mit Gedanken spielen, bis ein gutes Spiel daraus geworden ist. Und das dann spielen.
Das Leben soll wieder eine bewegende, weite Landschaft sein, nicht so geronnen und entstellt.
Muß nur noch ein paar neue Farben auf die verwitterte Palette geben; ich freue mich darauf.

Nichts ist wichtig. Alles zählt.


Dienstag, 26. November 2002

als mich vor Tagen der Kontrollzwang mächtig gepackt hatte - ich muß mir das mit den Hormonen nochmal überlegen - und ich wissen wollte, wieviele Stories ich erfunden habe, insgesamt, und als mir dann auffiel, daß es mühsam ist, sich durch die Zehnerpacks von Seite zu Seite zu hangeln, womöglich mit einer Strichliste neben der Tastatur, da habe ich einfach einen Punkt bzw. einen Leerschlag ins Eingabefeld der Search-Box gesetzt; einen Punkt oder einen Leerschlag beinhaltet wohl jede Story. Klappt; Ergebnisse innerhalb von Sekunden, wie es unsere Zeit fordert.
Also, irgendwie hat sich das Abitur doch gelohnt.
Zur Erholung habe ich dann später an ein paar Perserteppichen die Fransen sorgfältig gekämmt.



"coming"...



wieviel & für was; finde ich spannend.



wenn man mit dem Suchwort "Synonyme" nach einem Synonym für Synonyme sucht und dann in der Rubrik "World > Deutsch > Freizeit > Humor" landet, dann fühlt man sich ganz tief verbunden mit dem großen Geist, der wohl auch die Suchmaschinen behütet.
[Immerhin habe ich anschließend gelernt, daß man den Ackerschachtelhalm (Pflanze: Equisetum arvense L.; Familie: Equisetaceae) auch "Bandwisch oder "Scheuergras" nennt.]



gestern noch habe ich mir selbst die Fußnägel geschnitten und heute stelle ich fest, daß ich dabei möglicherweise gegen gesetzliche Bestimmungen (Gesetz über den Beruf der Podologin und des Podologen) verstossen habe.



Armut bedroht die Gesundheit.
Wenn ich diesen Artikel richtig verstehe, sind zur Zeit in Deutschlands blühenden Landschaften elfeinhalb Millionen Menschen diesbezüglich gefährdet.
Passend dazu wieder ein Beitrag bei Wortkontor, mit wertvollem Verweis; hier die Abhandlung über das deutsche Gesundheitswesen.



ich habe soeben den ARTE-Beitrag über den in seiner Ruhe und in seinen Fotografien beeindruckenden James Nachtwey gesehen, Kriegsbericht-Erstatter, Fotograf von Elend und Armut, ein Mann, der es offenbar geschafft hat, nicht zum Zyniker zu werden über all den unbeschreiblichen Szenen, Gerüchen und Geräuschen, die er erlebt hat und abgebildet hat; es hört sich seltsam an, wenn ich sage, daß ich den Film sehr gut fand, ich sage es trotzdem; wer den Film gesehen hat, wird verstehen.
Man kann, in (m)einer kleinbürgerlichen Welt, einfach nicht vollschichtig arbeiten, seine privaten Verrichtungen erledigen, älter und müder werden, ein paar Sätze hinschreiben und daneben noch Bilder aufnehmen und verarbeiten, wie ich das früher gelegentlich getan habe, sehr gerne getan habe; es gäbe auch hier einiges abzubilden; und nach diesem Film möchte ich wieder einmal wochenlang Zeit haben und wirklich allein mit einer Kamera und einem 28mm-Objektiv und ein paar Filmen unterwegs sein und danach eine Woche in der Dunkelkammer stehen und dann zwei, drei neue Bilder neben die hängen, die mich schon umgeben.
Mir fehlt etwas. Nicht nur die Zeit.


Montag, 25. November 2002

You've got mail - snail-mail; ein Werbeprospekt aus einem für seine Blumen, Tomaten und seinen Käse berühmten europäischen Land fällt aus meinem Briefkasten; der Internethandel macht auf sich aufmerksam; hier geht es aber nicht um Tulpen und Edamer, hier geht es ans Eingemachte:
die Hormone Melatonin und DHEA (Dehydroepiandrosteron) könnte ich bestellen, um wieder fit und fettfrei zu werden. Und die Hinweise auf die wundersame Wirkung auf Libido und Lebensfreude habe ich auch verstanden.
Das bestelle ich nicht, das kommentiere ich nicht - nur soviel:
hier mehr zu DHEA und Melatonin, und auch Nicht-Fachleuten dürfte sich der Tenor dieses Beitrags zum Thema Anti-Aging erschließen - da geht es zwar um ein anderes Hormon und man darf bekanntlich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, aber vielleicht genügt es, wenn ich sage: ich persönlich würde weder "Äpfel" noch "Birnen" zu mir nehmen, ohne mich vorher face-to-face mit einem Spezialisten besprochen zu haben.



Artikel in der ZEIT über die Zukunftsaussichten des Health Management.


Sonntag, 24. November 2002

PP, die Zeitschrift für psychologische Psychotherapeuten, der "Ableger" des Standesorgans "Deutsches Ärzteblatt", geht online.



(Notiz für mich)
Währungssymbol-Darstellung (EURO)
offizielle Abkürzung: EUR
Unicode: die Zeichenkette & # 8364 ; ergibt das EURO-Zeichen €
Tastatur: Alt-Shift-D unter älteren MacOS, ergibt EURO-Symbol, falls das Zeichen im verwendeten Zeichensatz enthalten ist.
Unter Windows: Alt-Gr-E



"Entschleunigung" - das kommt in meine Sammlung besonderer Worte & Wendungen, isjaklar.


Freitag, 22. November 2002

Wortkontor.
Wenn Weblogs einen über Unterhaltung, literarische Fingerübungen, Ent- oder Belastungsinstrument, HTML-Lehrmittel etc. hinausgehenden Zweck haben, dann sicher auch den, fachliche Informationen zu kommunizieren, die den einen oder anderen interessieren könnten/müßten.


UNTERTITEL
si tacuisses,
philosophus mansisses


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