Samstag, 25. Mai 2002
Licht

Das Dilemma ist, daß es nie nötiger gewesen ist, zu schreiben - und es nicht geht; denn in meinem Kopf ist zur Zeit kein Platz für Anekdoten.
Ganz peripher, hastig, habe ich weiter gelesen, wen ich immer lese, auf der Suche nach dieser seltsamen Art verklausulierter, indirekter Kommunikation mit Fabelwesen und vertrauten Unbekannten; man weiß ja nie, was man findet - ich wußte auch nicht, was ich gesucht habe:
ein Stück von dem, was sich so als paranormale Normalität eingeschlichen hat, eine Art Back-Up in der digitalen Welt, ohne Verpflichtungen, ein Plätzchen zum vorübergehenden Ausweichen und Ausruhen und Erinnern.
Ich kann mir einbilden, daß es kein Zufall ist, in Gedanken beieinander zu sein, daß es ganz gut ist, daß es in der Dunkelheit ist, und daß es gut ist, daß es noch andere Geschichten gibt, als die, die ich gerade real miterlebe, bemüht zu helfen, sie zu einem Happy End zu bringen und daß man manchmal zwei Ecken weiter findet, was man gesucht hat.
Zufällig habe ich heute einen Postkartenspruch gelesen, den ich hier notiere für mich und jemand, dem ich ihn in Gedanken schicke:
"Aufgeben ist das Letzte, was man sich erlauben darf".

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si tacuisses,
philosophus mansisses


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