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Dienstag, 9. Februar 2010
in the time of spring I'll pass your gate
docbuelle
09:02h
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same procedure ...
docbuelle
19:26h
dann ist man glücklichweise doch wieder ein Jahr älter geworden und swingt von Kaffee und Sekt zu Kuss und Wein, Kuchen und Liebe, eine tolle Ausstellung in den Deichtorhallen, Pictures & Penne & Pastinaken, ein paar Stunden am Busen der Restfamilie, Kälte und Glatteis und ein Grog und danach in Deinen Armen liegen und versinken, weit, weit weg.
Später im verspäteten Ersatzzug back home ("Ersatzzüge" werden die Regel bei der DB und ersetzen verspätete und/oder defekte Züge unter Aufhebung aller getätigten Reservierungen bei gleichzeitiger Ablehnung von Ersatzansprüchen, weil Kleinbeiträge nicht erstattungsfähig sind und die DB bestimmt, was ein Kleinbetrag ist) sitzt Claude Oliver Rudolph mir gegenüber und tut so, als wäre er nicht einer der markantesten Schauspieler Deutschlands und Synchronsprecher von Mickey Rourke, erzählt dann aber über seine nächsten Projekte, eine dumm aussehende Frau knibbelt unablässig an ihren Ekzemen und kaut Fingernägel, ein Männlein spricht mit sich selbst und riecht aus den Achseln; die DB, dreckig, spät und unheimlich, wie immer - Deutschland, kein Wintermärchen. Es wird Nacht, ich vermisse Dich, es wird spät und ich werde wieder zu wenig schlafen, aber ich höre Deinen Atem aus der Ferne und wünsche mir mehr, mehr von Dir, noch ein Leben. ... Link Dienstag, 2. Februar 2010
aus meiner e-mail
docbuelle
10:19h
in den vier Ecken eines Fussballfeldes sitzen vier Ärzte: ein guter Orthopäde, ein schlechter Orthopäde, ein Radiologe und ein Chirurg.
Nach dem Startschuss sollen alle losrennen, in der Mitte des Feldes steht ein Topf mit 50.000.- €. Wer ist zuerst beim Geld? Immer der schlechte Orthopäde! Warum kann man sich da ganz sicher sein? 1. einen guten Orthopäden gibt es nicht. 2. dem Chirurg waren die Regeln zu kompliziert 3. ein Radiologe rennt nicht los wegen 50.000.- ... Link Montag, 1. Februar 2010
the winds came gently, several heads became one
docbuelle
22:10h
ja, die Haut sei rissig, der trockene Husten quäle viele, Augen, die überlaufen, Augen, die tränen, die Lippen wie verklebt. Seit einigen Monaten gehe das jetzt schon, die Stimmen und die Stimmung kippe; man solle endlich ...
Und wir gehen durch die völlig überheizten Räume, atmen den Mief aus den Lungen, den Achseln und den Gedärmen vieler, die kommen und gehen, übergelagert von seltsamen Gerüchen, suchen kurz und finden die billigen Plastikfläschchen mit "Raumlufterfrischern", den rosa-grünlichen, wahrscheinlich in Asien in Kinderarbeit zusammengepanschten, öligen Mist, undefiniert, nicht deklariert, der ohne jede Hemmung in Räumen verwendet wird, wo jeder verdammte Beistelltisch, jedes Sitzpolster, jeder Drucker mindestens drei Prüfsiegel tragen müssen, ökologisch einwandfrei, strahlungsarm, schwer entflammbar und all das Theater, finden schmuddelige Brühe in lächerlich unterdimensionierten "Luftbefeuchtern", finden Fenster, die seit Jahren nicht geöffnet wurden, finden ultraeffektive und ultra-überflüssige Desinfektionsmittel, die mal eben so in den Raum gepustet werden. Und wir reden und führen Beweise, sprechen Gebote aus und machen Protokollnotizen, lassen lüften und lassen trinken, werfen die Augen gen Himmel und werfen Mist in den Müll. Zwischen all den Zuständigen und Bedenkenträgern sitzt eine Frau im Hintergrund, eine von denen, um die es geht, still und bescheiden - ihr Thema ist nie gehört worden, sie hat nicht gesungen; sie ist untergegangen im Ansturm der Anspruchsteller und Querulanten. Und ich höre meine Stimme, so routiniert und so abgestellt auf die banalen Themen, wie Textblöcke einer Hotline, und ich diffundiere durch meine Kleidung und durch die Wände des Raumes, des Gebäudes, gehe über den vereisten Schnee, mir selbst immer einen Schritt voraus, denn ich weiß, dass es mich gleich erwischen wird, die Müdigkeit wird mich hinwerfen, der Überdruss wird meinen Mund und meine Augen schließen. Es sind wenige Stunden vergangen, seit ich Dich zuletzt geküsst habe, den Duft einer sehr verkürzten Nacht aus Deinem Schoß, aus Deinem Haar und von Deiner Haut aufgesogen habe, ganz gesättigt und trotzdem ahnend, dass ich schneller wieder hungern werde, als ich Dich treffen kann, taumelnd zwischen zwei Welten und immer irgendwo unterwegs, in einem Zug, in einem Auto, an einem Telefon. Und ich ahne, was mir wenig später gesagt wird: wir hätten einen Ritus, ein Zeremoniell, in unsere Worte einbauen müssen, um es abzusichern, dieses ernsthafte Spiel. ... Link Mittwoch, 27. Januar 2010
note to self
docbuelle
14:35h
... Link Dienstag, 26. Januar 2010
Kundenunzufriedenheit
docbuelle
16:17h
thalia.de, dieser Buchladen mit Amazon-Ambitionen; drei gängige DVDs bestellt, nach drei Wochen(!) gerade mal eine Teillieferung da, dafür aber gleich doppelt von meiner Kreditkarte abgebucht, was nie geliefert wurde.
Hotline kostenpflichtig, vier Anrufe dort, vier mails geschickt, Ergebnis siehe oben. Meine erste Bestellung dort - und meine letzte. Wenn ich bei einem Internet-Krämer Tasmanischen Leatherwood-Honig vom Arsch der Welt bestelle, kann ich nach 24 Stunden an dem Glas lutschen. ... Link Mittwoch, 20. Januar 2010
wie ein Berg
docbuelle
10:50h
wieder viel zu spät, die DVD bleibt in den letzten 3 Minuten von "Bella Martha" in einer Endlosschleife hängen, das Bild ist eingefroren, aus dem Gehäuse des Players kommt dezentes, rhythmisches Klacken; ich friere und in der Brust ist auch dieses rhythmische Klacken und ich versuche, mir die Augen zufallen zu lassen, von der Autobahnbaustelle kommt grelles Flutlicht, nebenan rauscht Wasser, es wird wieder kühl werden; ich notiere im Kopf To-Do-Listen für morgen, ich teste die DVD im Mac, wo sie anstandslos läuft, das Ende kenne ich ohnehin, das Ende liegt auf der Hand.
Schon seit Tagen - den Tagen, in denen ich mir langsam entglitten bin, wie ein Betäubter langsam ins Wasser gleitet um dort zu ertrinken - bin ich grauer und hässlicher geworden, mein Lächeln, meine Falten, meine Würde sind aus meinem Gesicht verschwunden und haben dieser müden Resignation Platz gemacht, ich schlucke an meinen Gedanken und an meinen Worten wie an Erbrochenem und fühle mich schlecht, während ich nach und nach in ein anderes Leben hineingezogen werde, mich einziehen lasse, von Ekelgefühl begleitet und der damit üblicherweise verbundenen Ambivalenz; wie schwer die Schuhe am Boden haften, obwohl eine Drehung des Gesichtes, ein Ruck der Schultern genügen würden, mich auf den richtigen Weg zu bringen, ziemlich zerschunden zwar, aber wenigstens hinaus führend aus dem Umfeld von Anwiderung. Das Plädoyer für Verständnis und Offenheit kommt so oft aus Ecken, wo die Folgen von wiederholten Tabubrüchen, bei denen auf keine Gefühle Rücksicht genommen wurde, längst jede Kurskorrektur verhindern. Wie gerne hätte ich diese Geschichten nicht gehört, die du zu erzählen hast, wie gerne hätte ich nur die schönen Versionen gehört, als einzige Version, weil es die andern nicht gegeben hätte. In der Dunkelheit klopfen die Wasserrohre der Heizung; irgendwo steht dein Schatten, eine Spur, ein Duft, ein Rascheln unter der Bettdecke; dann ist ein Radio zu hören und ich weiß, es ist Morgen und mein Gesicht ist nass; das Klacken und Knacken und Rascheln, das sich in meiner Brust verlaufen hatte, zieht sich wieder zusammen, dein Schatten ist fort und der Tag liegt wie ein Berg vor mir. ... Link
Klimawandel im Klimawandel
docbuelle
09:32h
was ich sage seit langem: diese ganzen deutsch-europäischen Horror-Szenarien bei allen Themen, mit denen man auf die Kacke hauen kann und ins Fernsehen kommt und Demos abhalten kann und bärtige hagere Soziologiestudenten die Angebete von den Ökotrophologen 'rumkriegen und vor allem reichlichst Gelder fließen, mal in die Richtung derer, die das Thema inszenieren, mal zu denen, die es bearbeiten, später zu denen, die es aus der Welt schaffen; in the meantime rülpst die Natur einmal und zehntausend Jahre sind vergangen, es gibt immer noch Eis und Wälder oder vielleicht ist an der Stelle, wo heute Münster liegt, ein Palmenstrand oder es gibt was ganz Neues und das überall.
Und die Propheten des Unterganges sind untergegangen, wie es üblich ist, die Butteresser nicht an der Atherosklerose, die Margarine-Päpste trotzdem, die Jogger durch Herzinfarkt, die Adipösen an Altersschwäche. Zehntausend Arten sind ausgestorben, wie zu allen Zeiten, zehn neue sind aus dem Urschleim des Wandels, aus der Suppe des Ozonloches, des Treibhauses, aus den verseuchten Weltmeeren herausgemendelt worden. Mit jeder Entdeckung gravierender Fehler in all diesen weltumspannend hochgejubelten Untergangsszenarien verschwindet ein Stück Vertrauen, ein Stück Engagement, ein Stück Tatkraft. Und wenn ich dann diese bescheuerten Rot-Gelb-Grün-Schildchen an meiner Strasse sehe, in denen mittels kleiner, bunter Plaketten den Schadstoffen befohlen wird, draussen zu bleiben, kann ich nicht mehr lachen; ich fahre einen Diesel mit gelber PLakette, die Aufrüstung mit einem Diesel-Kat würde das Ding zu einem wahren Monoxid-Monster machen, aber ich würde das auch noch vom Staat bezahlt kriegen und dürfte sogar wieder - was mir seit Januar untersagt ist - in Berlin in die Innenstadt. ... Link Dienstag, 19. Januar 2010
antville unincorporated association
docbuelle
10:57h
hier alle Informationen - spread the news.
Ich rechne so: ein Drittel Glas Pils kostet in meiner Kneipe knapp 1 Euro - wenn auch nur die Hälfte der registrierten antville-public-user (total sites hosted here [at antville]: 2893, number of public sites: 1464) einen einzigen Euro spenden würden, wären die Leute, die mit viel eigenem Geld, Geduld und Engagement uns allen diese Plattform zur Verfügung stellen (herzlichen Dank dafür!), schon rasch ein paar Sorgen ärmer. Und wir alle behalten unsere Autonomie und das Gemeinschaftsgefühl. ... Link Montag, 18. Januar 2010
anyone who wasn't ready to fall
docbuelle
19:32h
mit Stirnband und Motorradjacke auf halbplatten Fahrradreifen und in völliger Dunkelheit bergab und über Matschschnee gefahren und mein Villiger 'San Bernardino' Bike zur "Generalüberholung" gebracht.
Der Rasta-Jüngling in der Werkstatt und der Taxifahrer, der mich danach den Berg wieder hinauf gefahren hat, konnten vor Lachen kaum an sich halten. ... Link
Assimilation
docbuelle
19:19h
Hysterie und Bauernfängerei durch penetrante Verbreitung von angelesenem Blödsinn; was mich so stört an Esoterik, Sektierertum, Anbetungsgehabe, "Energiefeldern", "Lichtorgasmen", Bachblüten, Blutgruppendiäten, dem Gros der sogenannten alternativen Heilslehren und dem ganzen, teils nur abergläubisch-unwissenschaftlichen, teils sogar gefährlichen Quatsch, ist die rasch erkennbare Dummheit der Vertreter und Anhänger solcher Strömungen, die ihr borniertes Gefasel, das ausschließlich der Selbstinszenierung dient, nie durch gründliche Information, Ausbildung, mühsames Lernen, differenzierte Betrachtung und reproduzierbare Versuche infrage stellen, sondern sich als auserwählte Vertreter von höheren Weisheitsebenen präsentieren, zu denen der Normal-Sterbliche, der "Unerleuchtete", der "Ungläubige" keinen Zugang hat.
Frei nach dem Motte: gestern wußte isch noch nich', wie "Inschenjör" geschrieben wird - und heute bin ich selber einen! ... Link
"Beziehungsarbeit", genau
docbuelle
19:16h
nicht die aus purem und willkürlichen Machtstreben, dem Bedürfnis permanenter Rückversicherung über bestehende Einflussmöglichkeiten geborene Formulierung von 'Verhaltensregeln', 'Bedingungen' und 'Vorgaben' für die Aufnahme und/oder Aufrechterhaltung einer Beziehung sind gemeint, sondern die Besprechung und Vereinbarung von Verhaltensweise oder von Verzicht auf bisherige Lebensweise, die - vor dem Hintergrund a)kulturell etablierter und jedem zugänglicher Ansichten und womöglich b)dem individuellen Erfahrungsschatz - als psychisch belastend und beziehungsfeindlich identifiziert und erlebt worden sind. Mit allen Konsequenzen.
Sofern die erstrebte Beziehung in ihrer Gesamtheit als Bereicherung im Sinne von "beglückend" angesehen wird, sollten die Veränderungen nicht als 'Verlust', sondern als notwendiger Kompromiss zwischen infantilen Ansprüchen auf das durch keinerlei Verzicht getrübte Paradies und der realen Notwendigkeit der Anerkennung von Normalität und sogar als Ausdruck von Selbst-Respekt erlebt werden. Sofern die Beziehung nicht als Glück erlebt wird, die geforderten Kompromisse als unerfüllbar angesehen werden - durchaus auch aus individueller Sicht -, besteht ohnehin keine Notwendigkeit weiterer Absprachen; man/frau trenne sich. Sinnentleerte "Ja, aber"-Diskussionen und Gejammer über sich abzeichnende Schwierigkeiten im "sozialen Netzwerk" sind Zeitvernichtungsmanöver und Kontaktvermeidung. Ich habe dazu keine Zeit und keine Lust. ... Link Dienstag, 12. Januar 2010
Polaroid
docbuelle
16:35h
alles für die wieder auferstehende Polaroid-Analog-Fotografie:
Polapremium-Shop Brunnenstr. 195 Berlin / Mitte Im Internet gibt's das auch: Polapremium ... Link
"Soz" oder "Päd" oder "Psych"
docbuelle
08:58h
die Lust, auf Internet-Kontaktplattformen die TeilnehmerInnen, die sich als "LehrerIn, untypisch" apostrophieren, anzuschreiben und um Aufklärung zu bitten, was sie denn konkret von den Berufs- und Ideologie-KollegInnen unterscheidet, gegen die sie sich abzugrenzen trachten und warum sie wohl glauben, dass die inverse Bestätigung bekannter und nach meiner Lebens- und Kontaktplattform-Erfahrung mehr als berechtigter (Vor)Urteile die Chance erhöhen könnte, von jemand abgegriffen zu werden, vor allem in einem Umfeld, wo abgerundet 85% der TeilnehmerInnen in der Rubrik "Beruf" etwas stehen haben, das "Soz" oder "Päd" oder "Psych" enthält.
... Link Montag, 11. Januar 2010
"Ssänk juh foor träwweling wiss ass"
docbuelle
09:50h
die DB, die Inkarnation rotbemützter Unfähigkeit, einen Eisenbahnwagen voll friedlicher Menschen von A nach B fahren zu lassen, ohne jedes Malheur anzurichten, das denkbar ist.
Inzwischen mit Bahncard 25 fünf Fahrten gemacht, davon drei nicht ohne Mängel; Topscore am Wochenende mit Verspätungen von insgesamt 175 Minuten auf einer Fahrt von 300km zwischen NRW und Niedersachsen, sinnlos unnötiges Herumstehen auf eiskalten Bahnhöfen, auf denen man festgehalten wurde durch im 5-Minuten-Takt verlängerte Mitteillungen über Verspätungen, ranzig-pampiges Ossi-Personal (die wahrscheinlich immer noch denken, sie wären DDR-Oberkellner in der Magdeburger Börde und könnten Transit-Wessis die Soljanka auf den Tisch kippen), Zugausfälle durch geplatzte und zertrümmert in den Fahrgastraum geschleuderte Zugfensterscheiben, Luftverluste in Druckbremsen und dergleichen Unsäglichkeiten, die wenig bis nix mit dem Scheißwetter zu tun haben, ne Menge aber mit mangelhafter Wartung und billigender Inkaufnahme verletzter und vergrätzter Passagiere, die sich gut überlegen werden, diesen Haufen Exbeamter mit Summen zu finanzieren, für die ich - bei überraschend freier Autobahn - drei Mal die Strecke im vorausschauend gut gerüsteten Audi absolviert hätte. Nein, es gibt keinen Ersatzzug, nein, es gibt kein Ersatzpersonal, so etwas gibt es überhaupt nicht mehr im Programm der DB, werde ich beschieden - ihr unvorbereiteten und bornierten Typen müsstet mal auch nur eine halbe Stunde in der Notambulanz eines Akutkrankenhauses warten müssen, sagen wir mal: mit einem geplatzten Lippen-Herpesbläschen, da weiß ich jetzt schon, welche Töne gespuckt würden. Da wäre schneller die Rechtschutzversicherung aktiviert, als der ausgebeutete Assistenzarzt vom B-Dienst die Hose zu hätte. NB: die Bedienung kleinerer Teilstsrecken durch privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen (Metronom) verlief wieder sauber, pünktlich und ohne Belästigungen durch schwer alkoholisierte und offenkundig durch zu langen Verbleib in einer Klippschule eines linken Bundeslandes der Inklusion entkommene Werder-Fans (übrigens eine Gruppe von Sportkameraden, die ich grundsätzlich, vorbeugend und lebenslang zur Zwangsausnüchterung einsammeln würde) - ja, unschönes Wochenende gehabt, ja, am Gefühl leidend, mangels alternativ zu nutzender Konkurrenz auf die müffelnden Spassvögel der Bahn mit neckischem Halstuch und Entwicklungsresistenz angewiesen zu sein, deren leitendes Personal, wie die politische Ebene, die aus den Rudimenten der ganzen mit Steuergeld aufgebauten Notwendigkeiten Post und Bahn und Telekommunikation einen Haufen Mist komponiert hat, inzwischen mit Chauffeur im Dienstmercedes an uns Melkkühen vorbeirauscht. Um solche Flachpfeifen zu sehen, könnte ich für weniger Geld DSDS anschauen oder einen Entertainer vom Wetterdienst, der mit inflationär gestreuten Horrorprognosen aus jeder Schneeflocke die grandiose Kulisse für müde 16jährige Schneeschüpper von der freiwilligen Feuerwehr macht. Das Ausfüllen der Formulare zur Beantragung der fälligen Rückerstattung des Fahrpreises - schreiben Sie bitte leserlich! und dergleichen Befehlston - erfordert mehr Zeit und kryptisches Denkvermögen, als die zu erwartende Summe Geldes kompensieren dürfte. Trotzdem wird das gemacht und auf den Weg gebracht und notfalls um jeden Cent lamentiert, denn euch muss man da packen, wo es schmerzt - am Geldbeutel. Und noch was, Leute: ausgerechnet an einem solchen Tag eine adipöse Klemmbrett-Tante zum Zwecke einer "Kundenzufriedenheitsbefragung" loszuschicken, könnte man als Zynismus einstufen; ich habe den Mut (oder war es ein latenter Todeswunsch?) dieser Frau bewundert, zwanzig in einem ungeheizten Abteil kauernde Verlorene anzusprechen, in deren Augen die Lust auf Mord und Totschlag stand und hier und da wohl auch die überschaubare Menge alkoholhaltiger Kaltgetränke auf Hopfen-Malz-Basis, die man sich als Normalverdiener in einem Bordrestaurant der DB leisten kann. ... Link ... Next page
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